Verlegeempfehlung

emco Verlegeempfehlungen für Sauberlaufsysteme. So verlegen Sie Ihre Sauberlaufmatten, damit eine optimale Schmutzaufnahme gewährleistet werden kann.

1. Grundsätzliches
Sauberlauf können Sie auf jedem verlegereifen Untergrund verlegen – vorausgesetzt, der Untergrund ist fest, tragfähig, dauertrocken und eben. Für die Arbeiten gelten die einschlägigen nationalen Vorschriften – im Speziel len: DIN 18 365 „Bodenbelagarbeiten“, DIN 18 299 „Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art“, DIN 18 202 „Maßtoleranzen im Hochbau“. Für Österreich gelten: ÖNORM B2232 „Estricharbeiten-Werkvertragsnorm“, ÖNORM B 2236 „Klebearbeiten für Bodenbeläge – Werks-vertragsnorm“ und 18 202 „Maßtoleranzen im Hochbau“. Für die Schweiz gelten: SIA-Norm 251 (Schwimmende Estriche im Innenbereich) / SIA-Norm 253 (Bodenbeläge aus Linoleum, Kunststoff, Gummi, Kork, Textilien und Holz). Beachten Sie auch die Anforderungen des BEB-Merkblattes „Beurteilen und Vorbereiten von Untergründen – beheizte und unbeheizte Fußbodenkonstruktionen“. Bei Verlegung in nicht unterkellerten Räumen müssen erdreichberührende Untergründe bauseitig normgerecht gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet sein.

2. Verlegung
2.1 Verlegung von Bahnen und Matten

Alle Bahnen sollten entsprechend der Pfeilrichtung auf der rückseitigen Beschichtung und in Richtung der Hauptlichtquelle verlegt werden. Nahtstöße werden im Doppel-schnitt oder im Einzelschnitt von hinten geschnitten. Alle Sauberlaufbahnen müssen richtungs gleich und fortlaufend einzeln verklebt werden. Es dürfen nur Bahnen derselben Charge aneinandergelegt werden. Um Schwierigkeiten bezüglich eines eventuellen Farbabfalls vorzubeugen, sollten grundsätzlich nur die Außenkanten aneinandergelegt werden. Um Reklamationen zu vermeiden, empfehlen wir, die jeweilige Verlegerichtung, Nähte sowie die anfallenden Verschnitte mit dem Auftraggeber vor der Verlegung abzusprechen. Einzelbahnen oder kleinere Flächen bis 6 m2 und Matten können lose verlegt werden.

Schrumpfungen von PVC-Belägen können durch nicht vorhersehbare äußere, objektbezogene Einflüsse ausgelöst werden (z. B. Raumklima und Temperatur). Weitere Einflussfaktoren sind eine falsche Reinigung oder unsachgemäße Verlegung. Wenn Sie einen Sauberlauf auf glatten, farbempfindlichen Untergründen lose verlegen, kann es zu Verfärbungen des Untergrundes kommen. Dies gilt speziell für Marmor oder andere offenporige Natursteine, Kautschuk und PVC. Eine Weichmacherwanderung kann durch den Einsatz von unserem Rutschstopp Prima verhindert werden. Flächen ab 6 m2 müssen in jedem Fall vollflächig verklebt werden!

2.2 Verlegung von Fliesen
Sauberlauf-Fliesen sollten 24 Stunden im ausgepackten Zustand akklimatisiert werden. Unsere Sauberlauf-Fliesen sind aufgrund der Schwerbeschichtung aus Bitumen grundsätzlich für eine lose Verlegung geeignet. Um jedoch Verschiebungen/Verrutschen der Fliesen und Aufstellen der Kanten bei der Nutzung zu verhindern, wird die Verlegung auf einer flächigen Haftfixierung empfohlen. Faserrichtung: Der Pfeil auf der Rückseite jeder Fliese kennzeichnet die Verlegerichtung. Vor der Verlegung muss festgelegt werden, ob die Fliesen richtungsgleich oder in Schachbrettoptik verlegt werden sollen. Fußbodenheizung: Sauberlauf-Fliesen verfügen über eine sehr gute Wärmedämmung, daher verringern sie die Leistung von Fußbodenheizungen. Es wird nicht empfohlen, die Fliesen auf Fußbodenheizungssystemen zu verlegen.

2.3 Verlegung auf Treppen
Voraussetzung für eine Verlegung auf der Treppe ist, dass die Kanten der Stufen nicht scharfkantig, sondern abgerundet sind. Dabei sollte der Radius der Rundungen etwa dem eines 2-Euro-Stücks (Radius ca. 1,3 cm) entsprechen – und auf keinen Fall 1,0 cm unterschreiten. Für die fortlaufende Verlegung auf Tritt- und Setzstufe setzen Sie ausschließlich Ware mit Synthese-Latex-Beschichtung ein. Verwenden Sie immer einen Kontaktkleber, um bei voll zu verkleidenden Treppenstufen ein Abscheren des Belags an der Trittkante zu verhindern. Die Belagsrückseite ist dabei ausreichend anzurauen. Die Verlegung erfolgt – Stufe für Stufe – von unten nach oben. Die Stufen dürfen erst nach vollständiger Aushärtung des Klebstoffs belastet werden (entsprechend den Herstellerangaben)

3. Verklebung
PVC: Verwenden Sie ausschließlich geeignete Dispersionsklebstoffe. Eine Verklebung mit doppelseitigem Klebeband ist nur mit Sigan Elements und Sigan Elements Plus zulässig – nicht geeignet für Bitumen oder Synthese-Latex. Muss mit erhöhter bzw. dauerhafter Wasseraufnahme (z. B. in Eingangsbereichen) gerechnet werden, greifen Sie grundsätzlich zu 2K-Klebstoffen.

Bitumen (Fliesen): Es wird die Verlegung auf einer flächigen Haftfixierung empfohlen. Bei der Verarbeitung gelten die Richtlinien des jeweiligen Herstellers.

Synthese-Latex: Muss generell mit einem hierfür geeigneten Klebstoff vollflächig verklebt werden. Bei der Verarbeitung gelten die Richtlinien des jeweiligen Herstellers.

Nitrilgummi: Bitte bei Bedarf anfordern.

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